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Cremige Bilder und zackige Scripts

Eine Photoshop-Aktion, die eine märchenhafte Stimmung verbreitet – und viele Scripts für InDesign, die Routinearbeiten schneller erledigt haben, noch bevor Rumpelstilzchen um sein Feuer tanzen konnte.


InDesign (3 KB)

Bilder automatisch platzieren

(msc) Das Script Place Images des ukrainischen Entwicklers Kasyan Servetsky platziert in InDesign Bilder automatisch. Die Ausgangslage sind eine oder mehrere Satzdateien mit Bildplatzhaltern.

Diese Platzhalter bestehen aus einem Rahmen, in denen der Name des zu platzierenden Bildes zwischen zwei @-Zeichen steht (@Bild1.jpg@). Startet man das Script, wird man nach dem Ordner gefragt, in denen die entsprechenden Satzdateien abgelegt sind. Ausserdem muss man den Ordner angeben, in dem die Bilddateien zu finden sind. Man kann angeben, ob Bilder nach dem Platzieren zentriert, an die Rahmengrösse angepasst oder proportional eingepasst werden sollen.

Ein nützliches Script, wenn es darum geht, stehende Vorlagen mit Bildinhalten zu befüllen – zu beachten ist dann einzig, dass die Bilddateien gemäss den Platzhaltern in der Satzdatei benannt werden müssen.

Place Images für Windows und Mac


Photoshop (2 KB)

Cremige Träume in Bildform

(msc) Die Aktion Dreamy Creamy von lieveheersbeestje.org taucht Fotos in eine, wie der Name verrät, cremig-traumhafte Ambience. Durch mehrere Füll- und Einstellungsebenen wird das Bild warm und hell entwickelt, sodass es eine wohl-gemütliche und leicht märchenhafte Stimmung verbreitet. Die Aktion eignet sich für Natur-, Familien- und Ferienbilder.

Dreamy Creamy für Windows und Mac


InDesign (2 KB)

Linien zwischen den Spalten ziehen

(msc) Eine Funktion, die man in InDesign vermisst, ist diejenige, die automatische Spaltentrennlinien einfügen zu können. Das Script Create graphic lines between columns von Kasyan Servetsky erspart einem die Handarbeit bei dieser Aufgabe.

Das Script setzt Linien zwischen die Spalten eines mehrspaltigen Textfeldes (die Zahl der Spalten wird bei markiertem Textrahmen über Objekt > Textrahmenoptionen eingestellt) – wenn pro Spalte ein separater Textrahmen verwendet wurde, klappt die Sache nicht. Um die Spalten einzufügen, markiert man das Textfeld und führt dann das Script aus.

InDesign verwendet zur Formatierung der Linie die Standardeinstellungen für das Linienzeichner-Werkzeug. Aktivieren Sie das Werkzeug, aber ohne eine Linie zu zeichnen, um die entsprechenden Vorgaben zu setzen. Wählen Sie bei aktiviertem Werkzeug in der Steuerungspalette namentlich die Farbe der Kontur und die Konturstärke. Sie können auch Objekteffekte wie Schatten oder Schein nach aussen und Strichtypen wie gestrichelt, gepunktet oder schraffiert nutzen.

Create graphic lines between columns für Windows und Mac


InDesign (2 KB)

Automatische Hyperlinks einsetzen

(msc) Von Nobrainer Scripting kommt ein Script namens Auto­Hyperlink, das in einem Textrahmen bei bestimmten Begriffen automatisch eine Internetadresse hinterlegt.

Im Archiv sind zwei Dateien enthalten. Beide müssen in den Script-Ordner gelegt werden. Die Datei AutoHyperlink.jsx enthält das eigentliche Script. In der Datei NamesAndURLs.txt sind die Begriffe enthalten, bei denen die Internetadresse hinterlegt werden sollen.

Vor der Ausführung müssen Sie die Text-Datei entsprechend anpassen. Sie können zeilenweise beliebig viele Pärchen erfassen. Zuerst fügen Sie den Begriff ein, bei dem eine Internetadresse hinterlegt werden soll, beispielsweise Publisher. Dann, durch einen Tabulator abgetrennt, die Internetadresse inklusive http, also konkret http://www.publisher.ch. Analog erfassen Sie weitere Begriffe und Adressen.

Das Script erwartet ausserdem ein Zeichenformat namens hyperlink (klein geschrieben), das zur Formatierung der Links verwendet wird.

Wenn Sie das Script laufen lassen, wird bei jedem Vorkommnis des Wortes Publisher die Adresse http://www.publisher.ch hinterlegt und das Wort mit dem hyperlink-Zeichenformat ausgezeichnet.

Auto-­Hyperlink für Windows und Mac


InDesign (4 KB)

Unterschiede optisch finden

(msc) Das Script Compare Two Documents vergleicht InDesign-Satzdateien. Der Vergleich erfolgt allerdings nicht so, wie man das aus Textverarbeitungen wie Word kennt, bei denen hinzugefügte oder gelöschte Stellen markiert werden. Das Script vergleicht die Satzdateien optisch, indem es sie übereinander legt und die Stellen hervorhebt, bei denen die Dokumente nicht deckungsgleich sind.

Das bringt nichts für Dokumente, die stark verändert wurden – hier sieht man nur, dass es quasi keine Übereinstimmungen gibt. Das Script ist jedoch nützlich, wenn die neuere Version nur kleine Veränderungen erfahren hat: Ein veränderter Zeilenfall, verschobene Bilder oder skalierte Elemente fallen dann sofort auf.

Compare Two Documents für Windows und Mac


InDesign (10 KB)

Akzente und diakritische Zeichen eingeben

(msc) Peter Kahrel ist nicht nur InDesign-Trainer, sondern auch Urheber einiger äusserst nützlicher Scripts für Adobes Layoutprogramm.

Das Script Compose macht die Eingabe von Diakritika einfacher. Diakritische Zeichen sind die Punkte, Schnörkel und Häkchen, die man in Sprachen wie Französisch, Tschechisch, Polnisch oder in Deutsch kennt: Trema (die Doppelpunkte auf den Umlauten), Akut und Gravis, Breve oder Tilde – und so weiter.

Das Script zeigt ein Eingabefenster an, in dem man das gewünschte Zeichen durch einen simplen, einfach zu memorierenden Code abruft. Wenn man ein C mit Cedille benötigt, gibt man das C ein und fügt direkt das Komma an, das in dem Eingabedialog als vereinfachtes Symbol fürs Cedille dient. Die Eingabe C, wird vom Script dann in das passende Zeichen Ç umgemünzt.

Für den Akut verwendet man den Apostroph, fürs Circumflex ^ und für die Tilde ~, die man analog mit Buchstaben kombiniert. Aus o^ wird ô und aus y^ macht das Script yˆ.

Das ist aber nicht alles. Auch griechische Buchstaben sind abrufbar. Diese leitet man mit dem Buchstaben g ein. Die Eingabe ag ergibt ein Alpha, og ein Omega . Ligaturen fügt man über die Einzelbuchstaben, gefolgt von einem Leerzeichen, ein. Mit ae plus Leerzeichen erhält man æ, oe plus Leerzeichen resultiert in œ, und mit ss plus Leerzeichen erhält man ß. Mehr als 50 weitere Sonderzeichen sind analog abrufbar, u.a. das ©, das Malzeichen ×, Brüche wie ¼ und das Symbol für Cents (¢).

Über das Script sind zu guter Letzt auch Unicode-Zeichen über den vier- oder fünfstelligen Code abrufbar.

Compose special characters für Windows und Mac


InDesign (3 KB)

Die berüchtigten rosa Boxen beseitigen

(msc) Unicode-Zeichensätze sind in aller Regel unvollständig. Bei den Gratis-Fonts fehlen teils sogar die Umlaute. Aber auch bei den Kaufschriften sind nicht immer alle Akzentzeichen oder Ligaturen mit dabei. Fehlen können auch mathematische Symbole wie das Multiplikationszeichen (×) oder die griechischen Symbole.

InDesign zeigt diese fehlenden Glyphen mit einem rosaroten Hintergrund und mit einem eingekasteten Fragezeichen an. Falls man die Schrift ändert, muss man unbedingt auf diese Zeichen achten und sie ggf. durch eine andere Schrift ersetzen. Das geht aber nur durch mühselige Handarbeit.

Einfach geht es mit dem Script von Peter Kahrel. Es zeigt auf Wunsch an, welche Glyphen im Dokument fehlen und formatiert alle fehlenden Glyphs durch eine andere Schrift. Standardmässig wird die «Minion Pro» verwendet, die einen grossen Zeichenvorrat aufweist. Man kann aber auch eine andere Schrift wählen, beispielsweise die Arial Unicode.

Missing Glyphs für Windows und Mac


InDesign (2 KB)

Eingebettete Bilder aus der Satzdatei herauslösen

(msc) Über die Zwischenablage ist es möglich, Bilder direkt in eine InDesign-Satzdatei einzufügen. Diese Methode der Bilderplatzierung geht zügig vonstattend und scheint wenig erfahrenen Anwendern darum häufig praktischer als die Arbeit mit externen, platzierten Bilddateien.

Eingebettete Bilddateien haben aber dicke Nachteile. Sie lassen sich nicht nachbearbeiten, und InDesign zeigt auch keine Informationen zum Farbraum oder zur Auflösung an. Wer solche Satzdateien nachbearbeiten muss, ist aufgeschmissen.

Rettung bringt zum Glück das Script Dump pasted images. Es speichert die eingebetteten Bilder als separate Bilddateien und verknüpft sie mit den Bildern in der Satzdatei – danach steht der Nachbearbeitung nichts mehr im Weg. Das Script exportiert die Bilder als JPEG, EPS oder PNG (Tiff steht leider nicht zur Wahl).

Man kann angeben, in welchem Ordner die exportierten Bilder gespeichert werden sollen; die Benennung erfolgt automatisch durch das Script.

Dump pasted images für Windows und Mac


Photoshop (17 KB)

Die Box der Pandora zum Selberfalten

(msc) Die Aktion Box Map von Pit Hermann erstellt in Photoshop das Faltmuster einer Schachtel, die man sich nach dem Ausdrucken aus Papier oder Karton basteln kann.

Das Script fragt bei der Ausführung nach einem Bild, das auf der Oberseite der Box platziert wird. Es kann auf Wunsch so platziert werden, dass es auf den Seitenflächen fortgesetzt wird. Auf der Unterseite der Schachtel werden die Instruktionen zum Schneiden und Falten der Box gedruckt – diese kann man aus der Photoshop-Datei herauslöschen oder durch ein anderes Bild ersetzen.

Die aus einem Element bestehende Box ist selbst aus dünnem Papier gefaltet recht stabil und weist (auf einen A4-Bogen, nicht randabfallend gedruckt) Masse von ungefähr 9,5 × 7,5 × 2 Zentimeter auf.

Box Map für Windows und Mac


Photoshop (6 KB)

Tierhäute in Photoshop gerben

(msc) Die Aktion Old Parchment erzeugt eine (mehr oder minder) glaubwürdige Pergament-Seite – inklusive eingerissenen Rändern und Oberflächenstruktur. Erzeugt wird das Pergament mit dem Wolkeneffekt, der mit Rauschen, einer Leinwandstruktur und den Effekten Grobe Malerei und Körnung versehen wird.

Wir haben die Aktion für deutsche Photoshop-Installationen angepasst.

Old Parchment für Windows und Mac


InDesign (1 KB)

Nichttrennende Wörter aufspüren

(msc) Um zu verhindern, dass ein Wort getrennt wird, kann man ihm in InDesign in der Zeichenpalette die Option Kein Umbruch zuweisen. Hinterher ist es allerdings schwer festzustellen, welche Worte mit dieser Textformatierung zusammengehalten werden. Das Script Show No Break von Peter Kahrel hebt die Formatierung in der Satzdatei durch eine blaue Hinterlegung hervor.

Wenn Sie die Formatierung entfernen möchten, klicken Sie auf Fenster > Schrift und Tabellen > Bedingter Text und löschen den Eintrag nobreak.

Show No Break für Windows und Mac